Kaiserring 2026 für Gabriele Stötzer
Die Künstlerin Gabriele Stötzer erhält den Kaiserring der Stadt Goslar des Jahres 2026.
Gabriele Stötzer wurde 1953 in Emleben geboren und gilt als eine der namhaftesten und wichtigsten Künstlerinnen seit den frühen 1980ern. In ihrem Werk erforscht sie Rollenzuschreibungen und untersucht kritisch Machtverhältnisse, insbesondere jene, die in der Zeit der DDR vorherrschten.
In ihrer Begründung schreibt die Kaiserring-Jury über die Preisträgerin: Mit der Verleihung des Goslarer Kaiserrings an Gabriele Stötzer wird eine wichtige Persönlichkeit gewürdigt, welche durch ihre Vorreiterrolle im Bereich des künstlerisch-aktivistischen Arbeitens schnell zu einem zentralen Vorbild für jüngere (weibliche) Künstlerinnengenerationen avancierte. Gabriele Stötzer steht nicht nur für ein experimentelles, hochqualitatives Oeuvre, sondern hat wegweisend im Bereich der Vernetzung und Kollaboration agiert. Wichtige Aspekte ihrer frühen Arbeiten – wie das Gegenüberstellen des Individuums und der Masse – gewinnen heute wieder an Brisanz und verleihen ihrem Werk erneut eine ganz eigene Aktualität.
Der Goslarer Kaiserring ist einer der weltweit renommiertesten Preise für moderne Kunst. Er wird seit 1975 verliehen. Die ersten Preisträger waren Henry Moore, Max Ernst und Alexander Calder. Ihnen folgten Pioniere der Gegenwartskunst wie Joseph Beuys, Gerhard Richter, Nam June Paik, Christo, Cindy Sherman oder Jenny Holzer. Weitere namenhafte Preisträgerinnen und Preisträger waren Andreas Gursky, Bridget Riley, David Lynch, Olafur Eliasson und Barbara Kruger. Vor Gabriele Stötzer erhielten in den letzten drei Jahren Vadim Zakharov und Yuri Albert, Miriam Cahn und zuletzt Katharina Fritsch den Preis.
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Abbildung: Gabriele Stötzer, Foto © Ralf Gerlach
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